Meine Vorträge:

Ab 1850 erlebte München eine völlige Veränderung seiner gesellschaftlichen Strukturen. Eine Masse junger Menschen überflutete die Stadt und suchte nach Broterwerb und Zeitvertreib. Die Folge: Gaststätten und Singspielhallen boten professionell organisierte Unterhaltungsprogramme. In den Inhalten der Unterhaltung formulierte diese neue Bevölkerungsschicht ihr eigenes Lebensgefühl. Die Vertreter dieser Unterhaltung nannten sich Volkssänger.

Die erste Pop-Kultur Münchens ist geboren und verbindet die Menschen. Und als solche sind die Vorträge und Couplets der Volkssänger gleichzusetzen mit all jenen kulturellen Äußerungen, die sich überall auf der Welt am Rande der etablierten Gesellschaften in den Gettos, Slums oder Suburbs als Ausdruck des Selbstverständnisses ihrer Bewohner entwickelt haben, egal ob sie nun Blues, Fado, Jazz, Hip Hop, Reggae, oder wie auch immer heißen.

Dies war auch der Nährboden für Karl Valentin und Liesl Karlstadt, die sich selbst ein Leben lang als Volkssänger bezeichneten.
... über Karl Valentin, Liesl Karlstadt und die Münchner Volkssänger

... über Karl Valentin und das Oktoberfest

... über die Volkskünstlerinnen Liesl Karlstadt, Erni Singerl und Bally Prell

... über den bekannten und den unbekannten Valentin

... Strizzis, Lackl'n, Goaßlschnalzer, über die volkstümliche Unterhaltung in München

... und dazu der Stadtspaziergang: An jedem Eck a Gaudi, zu den Münchner Tempeln des Vergnügens








Ein Vortragsabend in zwei Teilen
mit Pause

1. Teil:

Die Münchner Volksänger,
die ersten Popstars in der werdenden Großstadt München
(ca. 50 Minuten)

Dieser Vortrag ist natürlich auch einzeln zu buchen



2. Teil:

Karl Valentin und Liesl Karlstadt

Das Leben und Schaffen dieses einzigartigen Künstlerpaars, ihre Wurzeln, ihren Werdegang und ihre Werke, aber auch das schwierige Verhältnis dieser beiden doch so ungleichen Menschen zueinander.
(ca. 45 Minuten)


Dieser Vortrag ist natürlich auch einzeln zu buchen, dann mit einer kurzen Einleitung zur Münchner Volkssänger-Unterhaltung
(ca. 55 Minuten)

Mister Wau Wau und die Riesendame

München hat viele bedeutende Künstler beherbergt, doch wenige sind hier auch geboren, einer davon: Karl Valentin, er hat das Oktoberfest aufgesaugt, von Anfang an. Sein offizieller Beruf war Schausteller. Das Oktoberfest war ihm Wirkungsstätte und Bühne, Szenerie und Inspiration.

Andreas Koll erzählt mit Filmbeispielen und einer Menge Bildern von einer lebenslangen Liebe mit höchst vergnüglichen Resultaten.
(
ca. 60 Minuten)
Der bekannte und der unbekannte Valentin:


Karl Valentin

»Während der Vorträge wird um größte Ruhe gebeten«

»Der magerste Komiker Münchens! Die lebende Karikatur! Impressario und Torwart! Ein blutiger Witz! Der deutsche Grand Guinol! Der bedeutendste Sammler Münchens!«


Carl Fallendin

tragisch komische Inszenierung

Über den Nährboden seiner Kunst, seine Idole, Visionen, Triumphe und Nieder­lagen, ... und warum ihn die Münchner immer wieder nicht mochten. Ein Bericht in Bildern, erzählt von Andreas Koll.
(c
a. 70 Minuten)
Volkskünstlerinnen

Ein Multimedia-Vortrag mit über 200 Bildern und acht kurzen Filmen über die volkstümliche Unterhaltung in München und in Bayern, die Rolle der Frauen als Volkskünstlerinnen, sowie über Liesl Karlstadt, Erni Singerl und Bally Prell.
(ca. 70 Minuten)















Ein ausführlicher Vortrag über die

Münchner Volkssängerunterhaltung
(ca. 90 Minuten)
Strizzis, Lackl'n, Goaßlschnalzer
Bayernbilder und volkstümliche Unterhaltung

Nach der Gründung des Königreichs Bayern, 1806, war es den Bayerischen Königen ein Anliegen ein eigenes bayerisches Nationalgefühl zu schaffen. Dies bestärkte die Menschen ihre Bräuche zu pflegen und begründete das Bewahren von Traditionen und das Tragen von Tracht. Daneben begannen Adelige und wohlhabende Städter die Alpenregionen und das Voralpenland zu bereisen. Dies wirkte vorbildhaft für alle anderen städtischen Bevölkerungsschichten. Die Sommerfrische wurde zum Massenereignis und das Land Bayern wurde zum Inbegriff für "Natürlichkeit" und "Urwüchsigkeit". Die Menschen am Land begannen ihre Gegenden dem gewaltigen Ansturm von Sommerfrischlern anzupassen und zu erschließen. Dazu schufen sie Unterhaltungs-programme für die Fremden, indem sie ihre Bräuche ritualisierten. Bayern kam in Mode.
Derweil entwickelte sich München zur Großstadt. Tausende zogen vom Land in die Stadt. Diese machten sich besonders auf den Bühnen der volkstümlichen Vergnügungsstätten über die Landbevölkerung lustig, um sich von ihr abzugrenzen.

Der Vortrag geht den Fragen nach: Wie präsentieren sich die Bayern, wie werden sie von Fremden gesehen, welche Erwatungen, Vorurteile und Klischees werden so transportiert und wie spiegelt sich das in der volkstümlichen Unterhaltung?

Geographisch beschränkt sie die Ausstellung auf Oberbayern, zeitlich auf das ausgehende 19. Jahrhunderts, in dem alle diese Klischees angelegt wurden, die bis heute gelten.
(ca 60 Min.)

An jedem Eck a Gaudi

Stadtspaziergang zu den Münchner Tempeln des Vergnügens


Um das Karlstor, den Hauptbahnhof, das Platzl und um das Sendlinger Tor bildeten sich in München die Zentren der Unterhaltung. Hier traten sie auf die Großmeister der echt Münchnerischen Gaudi: Papa Geis, Anderl Welsch, August Junker, Karl Valentin, Liesl Karlstadt, der Weiß Ferdl oder Bally Prell. In ihren legendären Rollen als "g'scheerte Dachauer", als "Kare, und Lucki", als "Firmling", als "Schönheitskönigin von Schneitzlreuth". Sind sie untrennbar mit dem Wesen und Werden dieser Stadt verbunden. Besonders ihre volkstümliche Unterhaltung hat die Münchner geprägt wie weniges sonst, in ihr finden sie bis heute den Ausdruck und die Vorbilder für ihr münchnerisch-bayerisches Sein.
(ca. 140 Minuten)