Zwischen 1850 und 1910 erlebte München eine völlige Veränderung seiner sozialen und wirtschaftlichen Strukturen. Eine Masse junger Leute strömte vom Land in die Stadt. Aus Kindern von Bauern und Knechten wurden in den Vorstädten Erwerbstätige. Es entstand eine völlig neue Bevölkerungsschicht, die zunehmend über Geld und Freizeit verfügte. Die Volkssänger waren die Stimme dieser Menschen, die Stimme der Vorstadt. Ihre Kunst wurde zum Sinnbild eines neuen Lebensgefühls.


Zu sehen gibts:

München wird Großstadt; Stadtplan des Vergnügens; drastisch elastische Witzmacher-G'selln; das Lebensgefühl um 1900; Zensur, Restriktion, soziale Spannungen, Polizeistaat; süchtig nach Vergnügen; Varités, die Tempel der Sensationen; Singspielhallen, die Gaudi fürs gemeine Volk; die wichtigsten Bühnen, die größten Stars: Papa Geis, Anderl Welsch, August Junker, Alois Hönle, Papa Kern, Karl Valentin, Hans Blädel, Weiß Ferdl, die Original Dachauer, das Schlierseer Bauerntheater, Konrad Dreher, Roider Jackl, Michl Lang, Liesl Karlstadt, Bally Prell, Ida Schuhmacher; Geschichten vom Kare und vom Lucki, Geschichten vom Stolz von der Au, Geschichten vom G'scheerten; die Bayern und die Preußen; Münchner Originale; eine alte Zukunft; der älteste Schuhplattlerfilm der Welt; 880 Objekte; 880 Überraschungen; -- und vieles mehr.

Täglich, (außer Mi + Do)
im Valentin-Karlstadt Musäum (im Isartor), München,
von 11:01 bis 17:29.

Gestaltung: Würth & Winderoll
Kurator: Andreas Koll
Die Neue Volkssänger-Ausstellung im Valentin-Karlstadt Musäum, München
Kurator: Andreas Koll
Hier klicken:
Film
Interview mit Andreas Koll über
seine Volkssängerausstellung
in der Fernsehsendung α-Forum
vom 07.05.2008 in BR-α