Improvisationen zu traditioneller alpenländischer Volksmusik
Von 1983 bis 2000 veränderten sie die Musikszene
Bayerns und Österreichs

Heimat-Avatgarde
Wenn der Begriff Heimat-Avantgarde Sinn macht, dann hier: Die Interpreten sind oft abstrus, öfters anarchistisch, gelegentlich atonal, bauernschlau, hinterfotzig, jazzig, romantisch, lustig - der perfekte Soundtrack zu den unverzichtbaren Geistesverrenkungen von Karl Valentin und Herbert Achternbusch, und mindestens so an- und aufregend.

Musikalische Metamorphosen
Es sind die ständigen musikalischen Metamorphosen, die den Reiz der Interpreten ausmachen. Bei den Interpreten improvisiert Charlie Parker auf dem Alphorn, wird der Missisippi zu einem reißenden Gebirgsbach, spielt Dizzy Gillespie bei einer Floßfahrt auf und der Kiem Pauli beim Jazz-Fest in Montreux.
Alois Mandl, GUGG, Braunau
Sie lehnen sich solange an die Volksmusik an, bis die nachgibt
Schaurig schön
Schaurig schön ist die Jazz-Volksmusik-Mixtur mit der Die Interpreten Heimatgefühlen auf die Sprünge helfen. Eigenkompositionen und frech arrangierte Volksweisen in ungewöhnlicher Besetzung: Saxophone und Klarinette, Schlagzeug und Akkordeon. Die kleinen Kunststücke haben Witz und Charme.
Sie sind die Kopfarbeiter der neuen Volksmusik, spielen mit Köpfchen, aber ohne Rücksicht auf Verluste.

Gesamtkunstwerk
Die Live-Auftritte der Interpreten haben sich im Laufe der Zeit zu einem Gesamtkunstwerk entwickelt. Was Andreas Koll in seinen skurrilen Überleitungstexten daherbringt, ist bayerisch-hintersinnige Poesie pur.
Was die Biermösl Blosn mit entsprechenden Texten und Attwenger in der Verbindung mit Punk und Hiphop auf meinen kleinen Hausaltar legten, die Interpreten tun es zusammen mit Jazz, welcher dadurch endlich wieder an Farbe gewinnt. Daß ich das noch erleben darf. (Hans Mentz / Titanic)
Die Interpreten

Thomas Binegger Tenorsaxophon, Klarinette, Baßklarinette
Andreas Koll Baritonsaxophon, Akkordeon
Erwin Rehling Schlagzeug, Percussion, Kuh-Glocken